| Tauch-Urlaub und Ausbildung in Dahab (ET) |
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| Sonntag, 06. August 2006 um 11:07 Uhr | ||||||
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Alles begann mit der Idee, endlich die Voraussetzungen für den gewünschten Nitrox** Kurs zu schaffen. Bei der Suche nach einem Tauch-Reiseziel und einer vernünftigen Ausbildung erhielt ich von Joachim Warner - kurz Jo - die Info, dass er mit einer kleinen Gruppe in das New Sphinx Hotel nach Dahab reisen wird. Im Hotel hat/hatten Tina Blume und Walter Tyrra vom Divepoint Dahab Ihre Zelte aufgeschlagen. Nach einem kurzen und netten eMail Kontakt fiel die Entscheidung - es geht wieder mal nach Dahab. Die Buchung Aufgrund meiner langjährigen und guten Erfahrung habe ich den Flug nach Sharm el Sheik bei Werner Imsel (tauchreisen weltweit und meer) gebucht. Der Flug mit Condor war, wie nicht anders zu erwarten, aufgrund der kurzfristigen Buchung etwas teurer als gewohnt, aber es war zumindest ein Direktflug. Das Zimmer im New-Spinx Hotel wurde von Tina für mich organisiert. Einige Tage später erhielt ich leider die Nachricht, dass mein Flug drei Stunden eher von München starten würde. Soweit ja eigentlich kein Problem, wenn da nicht der Zwischenstopp in Marsa Alam wäre und die Ankunftszeit keine Minute eher als ursprünglich geplant wäre. Danke Condor!
Am 20.07.2006 stand ich also drei Stunden früher als ursprünglich geplant am Flughafen München II (Franz-Josef Strauß Flughafen) am Condor Schalter. Die Dame am Schalter war sehr freundlich und das Gepäck war in wenigen Minuten im Bauch des Flughafens verschwunden. Schön, dass Condor neben dem normalen Gepäck (20kg) auch noch das Tauchgepäck (30kg) frei befördert. Leider habe ich es troz der eingepackten Salami, dem Geräucherten, ..... nur auf knappe 40kg geschafft. Ich gelobe Besserung ;-) Auch die Kontrolle des Handgepäcks ging erstaunlich schnell und beschränkte sich eigentlich nur auf den kurzen Blick auf meine geliebte Hartenberger mini compact Tauchlampe. Nach dem obligatorischen Stopp im Duty Free ging es gleich zur Ausweiskontrolle und weiter ins Flugzeug, da das Boarding schon begonnen hatte. Just in Time ;-) Der Flug verlief sehr ruhig, der Service an Bord der Condor war hervorragend und ich konnte endlich auch mal bei einem Urlaubsflug meinen Flüssigkeitsbedarf wirklich ausreichend decken. Das Essen war für ein Menü über den Wolken sehr schmackhaft und die Boardunterhaltung war..... leider gestört. So konnte ich meinen Kopfhörer wieder einpacken und widmete mich einem ausgedehnten Schönheitsschlaf. Bzgl. des Zwischenstopps in Marsa Alam hatte ich mich schon auf das typische ägyptische Chaos eingestellt. Zu meiner Überraschung waren wir bereits eine halbe Stunde später wieder in der Luft und erreichten Sharm el Sheik fast eine Stunde vor der geplanten Ankunftszeit. Die Einreise war schnell erledigt und die Koffer kreisten knapp 15 Minuten später am Gepäckband. Tina avisierte mir bereits in der eMail einen jungen Fahrer, der mit einem Schild am Flughafenausgang auf mich wartet. Da ich ja früher angekommen war, hatte ich es diesmal beim verlassen des Flughafens nicht wirklich eilig und setzte mich noch etwas auf eine Bank. Die Klimaanlage tat bei der Höchsttemperatur von 46°C im Schatten sehr gut. Fast auf die Minute pünktlich erreichte der Taxifahrer den Flughafenausgang und war sichtlich überrascht, dass ich sogleich vor ihm stand, ihn freundlich begrüßte und ihm gleich um eine Flasche Wasser (=minfadlak wahid dabouza maa) bat. Der Fahrer war äußerst hilfsbereit und offerierte mir seine eigene Wasserflasche, die ich dankend & lächelnd ablehnte. Wir hielten daraufhin an einem kleinen Markt an der Straße und kauften frisches Trinkwasser. Das Taxi sah noch ziemlich neu aus und der Fahrer übertraf alle mir bekannten Geschwindigkeitsrekorde auf der Fahrt von Sharm el Sheik nach Dahab. Da musste die zweispurige Straße auch schon mal für drei Fahrzeuge nebeneinander herhalten. Welcome in Ägypten ;-) Wie bei vielen ägyptischen Taxis lief die Klimaanlage auf vollen Touren - d.h. alle Fenster waren geöffnet. Bei diesen Temperaturen fiel mir die Umstellung diesmal sehr schwer und ich musste bereits während der Autofahrt mehrmals an einen ausgeprägten Saunagang denken.
Im Hotel wurde ich, wie von Tina avisiert, bereits erwartet und ein einfaches und sauberes (dazu später mehr) Zimmer mit Klimaanlage/Kühlschrank in unimttelbarer Nähe zur Tauchbasis sollte für die nächsten zwei Wochen mein Zuhause werden. Tina und Walter waren noch mit Franzi - einer bezaubernden Divemaster und 3-Stern Anwärterin - unterwegs. Ich nutzte die Zeit, ging zur Bank, zum Getränke einkaufen und... hörte hinter mir eine Stimme "Jürgen" rufen. Als ich mich umdrehte standen die drei grinsend hinter mir. In den folgenden Stunden gab es viel zu erzählen. Nachdem die Tauchplätze für den nächsten Tag festgelegt waren und ich ein schönes kühles Sakara mit einer großen Portion Spaghetti mit Shrimps verschlungen hatte, ging es glücklich und zufrieden ins Bett. Welcome back in Dahab!
Jeweils um 09:30 trafen wir uns ausgeschlafen an der Basis, packten unsere Box aus dem zugeteilten Schließfach und stellten sie für den Jeep bereit. Nachdem alles verladen war, ging es mit dem Charif-Express gleich zum Tauchplatz. Durch die 'späte Abfahrt' hatten wir die meisten Tauchplätze für uns allein. Naja, eigentlich hatten wir generell viele der Tauchplätze für uns, da nicht nur Dahab, sondern auch die Tauchplätze im Norden/Süden fast leer war/waren. Die Bomben in Dahab und die aktuelle Nahost-Krise hinterlassen deutliche Spuren! Lediglich im Blue Hole war der rege Schnorchel-Tourismus aus Sharm el Sheik nicht zu übersehen. Dort bretterten täglich dutzende Jeeps im Höllentempo über die eh schon mitgenommenen Sandpisten. Beim Blick in die Jeeps waren die von der Wüstenrally gequälten Gesichter leicht zu erkennen und das 'laute krachen der Bandscheiben' förmlich zu hören.
Übrigens bildet Tina (PADI MSDT und VIST TL**) sehr gewissenhaft nach PADI und nach VIST aus. Ich absolvierte mit Tina an jedem Tauchtag einige Übungen zum VIST 3-Stern und war sehr froh, als ich nach der ersten Woche neben der Praxis auch noch meine Theorieprüfung erfolgreich absolviert hatte. Die 36 Prüfungsfragen ließen die zwei Stunden Prüfungszeit wie im Flug vergehen und es machte sich bezahlt, dass ich bereits in Deutschland das Standardwerk "Praxis des Tauchens" von Kromp/Roggenbach und Bredebusch durchgearbeitet hatte. Zwischenzeitlich war auch Jo's Gruppe in Dahab angekommen und wir setzten die Erkundung der Tauchplätze - auch jenseits der Sporttauchgrenzen - fort. Es fällt mir schwer nicht ins Schwärmen zu kommen: Es waren die geilsten Tauchgänge seitdem ich im September 1994 mit dem Tauchsport begonnen hatte; viele der Tauchgänge absolvierte ich in einer Vierergruppe, die taucherisch die gleichen Interessen und den nahezu exakt gleichen Luftverbrauch hatte.
Während den 14 Tagen verbrachte ich insgesamt 1.385 Minuten unter Wasser. Halt, jetzt hätte ich ja beinahe die Apnoeübungen, das Streckentauchen, etc. vergessen. Naja, das waren bestimmt nochmals 5 Minuten ;-) Leider kam es an den letzen zwei Tagen zu Differenzen mit dem Hotelmanagement. Aus diesem Grund gaben Tina und Walter die Basis im New Sphinx-Hotel kurzerhand wieder auf. Dies störte aufgrund der eigentlichen Divepoint-Dahab Basis aber in keinster Weise den Tauchbetrieb mit Tina und Walter. Im Gegenteil. Bei Tina und Walter wird Individualismus groß geschrieben. Die Beiden gehen auf jeden - erfüllbaren - Wunsch ein und setzen sich bei weitem mehr für den Gast ein, als ich es jemals in einer Tauchbasis erleben durfte. Aus diesem Grund möchte ich die kleine und feine Basis der beiden ohne Einschränkung empfehlen!
Meine eigene Meinung: Das New Sphinx Hotel ist leider nicht empfehlenswert. Vorab, ich bin bestimmt keine Person, die das Haar in der Suppe sucht und ich war schon mehrmals in Ägypten und kann gut einschätzen, was ich erwarten kann. Ich erwarte zumindest ein sauberes Zimmer mit funktionierender Klimaanlage, funktionierendem und sauberen Badezimmer und ein sauberes Bett. Leider wurden diese Erwartungen nicht erfüllt. Auch nach drei Tagen waren noch immer die langen schwarzen Haare der vorherigen Hotelgäste im gesamten Zimmer - einschließlich Bett - zu finden. Das Waschbecken und die Dusche beglückten mich mit einer homeopathischen Wasserdosis und die Geräusche der Klimaanlage brachten sogar den über mir wohnenden Hotelgast um seinen Schlaf. Weiter pries das Hotel auf großen Tafeln und auf der Speisekarte die lokalen Biere Stella (ab 6 Pfund in der Happy Hour) und Sakara (ab 8 Pfund) an. Es gelang mir ein einziges Mal, das lokale Stella (es gibt auch Stella Gold und Export) zum Preis von 8 Pfund zu bekommen. Soweit man nicht explizit das 'local beer' bestellt hat, wurde ungefragt das teure Export (12 Pfund) serviert. Beim Frühstück stand das Personal oft mit einer Zigarette im Mund hinter dem Buffet; das Besteck, das Teewasser und die Tasse suchte man sich am einfachsten an den Nachbartischen zusammen, da selten neu eingedeckt wurde. An einem Abend machte der Hotelmanager einen riesigen Terz, da wir in der Gruppe bei einem anderen Restaurant/Hotel zu Abend gegessen haben. Besonders überrascht waren wir allerdings, als wir beim Begleichen der Rechnung drei Euro pro Nacht mehr zahlen mussten. Auch die Diskussion mit dem äußerst arroganten Hotelmanager brachte kein Ergebnis und wir erhielten unsere Reisepässe erst nachdem wir knurrend die Rechnung beglichen hatten. Aber es gab auch etwas Positives zu berichten. Der sehr schöne neue Swimmingpool war gepflegt und wurde mit reichlichst Chlor in Schuß gehalten. Da stört es doch kaum, wenn man nach der erfrischenden Körperertüchtigung in den nächsten Stunden nur noch Nebel sieht.
In Dahab lässt es sich richtig gut bummeln und essen. An der schön angelegten Promenade kann man viele hundert Meter weit wandern und sich gemütlich in einem der vielen Restaurants und Bars niederlassen. Es empfiehlt sich aber auch ein Spaziergang abseits der Strandpromenade. Hier verbirgt sich mein absolutes Lieblingsrestaurant, das Fischrestaurant Seabride. Es handelt sich dabei nicht nur um ein Restaurant. Das Seabride beliefert als Großmarkt auch noch viele der umliegenden Restaurants. Frischer geht es also nicht. An der großen Theke kann sich der Feinschmecker Fische und Garnelen aussuchen. Diese werden wahlweise gegrillt oder fritiert mit einer hervorragenden Fischsuppe und diversesten Beilagen zum Tisch geliefert. Es empfiehlt sich gleich einen größeren Tisch zu nehmen, da durch die vielen leckeren Beilagen der Tisch schnell überladen ist. Einfach lecker! Selbst wer während dem Urlaub auch mal wieder richtige Lust auf ein schönes Steak bekommt, muss in Dahab darauf nicht verzichten. Ein deutscher Metzger und Koch serviert euch im Blue Beach ein Steak, das selbst in Deutschland keine Konkurrenz fürchten muss. Dazu gibt es knusprige Pommes, knackigen Salat und ein leckeres Knoblauchbaguette. Hier kann man bedenkenlos zulangen. Auf dem Rückweg könnte sich auch der Blick in die vielen kleinen Gewürz-, Shisha- und Bekleidungsgeschäfte rentieren. Verschafft Euch auf jeden Fall vorab einen Überblick über die realen Preise. In der Qualität der angebotenen Wasserpfeifen - eines der beliebtesten Mitbringsel - gibt es erhebliche Unterschiede. Achtet beim Kauf auf eine massive Shisha (nicht gelötet!) und raucht diese vorab zur Probe!
Fazit Taucherisch war der Urlaub ein absolutes Highlight! Wer auf individuelles Tauchen in kleinen Gruppen steht und selbst in Dahab noch neue Tauchplätze entdecken möchte, ist bei Tina und Walter beim Divepoint Dahab absolut richtig aufgehoben. Selbst absolute Anfänger kommen hier voll auf ihre Kosten. Hier macht lernen Spaß! Bereits jetzt spüre ich die Sehnsucht und überlege mir, wann ich wieder nach Dahab kommen kann. Doch eines ist sicher: Es wird mit Sicherheit ein anderes Hotel werden!
Der Schock Im Novemberurlaub waren wir vom Tauchcenter Aquatic in der Basis von Kalle und Heia betreut worden - ein unvergesslicher Urlaub. Aus diesem Grund hatte ich mich entschlossen die beiden im Hotel Dyarna zu besuchen. Leider hatte ich niemanden angetroffen. Auf Nachfrage erfuhr ich das Gerücht, dass Heia im Koma läge und aus Ägypten ausgeflogen wurde. Es solle sich, so die Gerüchte, um einen Wurm handeln, der Heia befallen hat. Ich hoffe sehr, es handelt sich wirklich nur um ein Gerücht! UPDATE: Gott sei Dank! Wie ich erfahren habe, handelt es sich um eine schwere Virusinfektion. Ich wünsche von ganzem Herzen gute Besserung! |








Wenn einer eine Reise tut, oder der wahrscheinlich längste Saunagang der Welt.
Die Anreise
Empfang in Dahab
Tauchen & Ausbildung
Eigentlich dachte ich, ich kenne die Tauchplätze in/um Dahab bereits von meinem November-Urlaub. Weit gefehlt. Fast täglich überraschte mich Tina mit Plätzen, die ich noch nicht gesehen hatte. So gab es selbst an den legendären Plätzen wie Canyon, Eal Garden, Blue Hole und Ricks Reef noch viel zu erkunden. Bei den Tauchgängen konnte man Tina und Walter ansehen, dass sie auch noch nach all den Jahren mit sehr viel Freude dabei sind.
Ich möchte an dieser Stelle keine falsche Denke schüren. Egal was wir auch machten, Sicherheit und eine vernünftige Tauchgangsplanung im Buddyteam wurde stets groß geschrieben. Schön war es auch, dass ich von Jo aufgrund seiner Ausbildung zum Meeresbiologen sehr viel Neuigkeiten über die Tier- und Pflanzenwelt erfahren durfte.
Das Hotel
Essen und Bummeln in Dahab 













