| Tauch-Urlaub im Sinai 2007 (ET) |
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| Mittwoch, 01. August 2007 um 00:00 Uhr | ||||||
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Eigentlich ist es schon ziemlich komisch. Jetzt war ich schon so oft in Ägypten unterwegs, kenne das Rote Meer von oben bis unten und nehme mir jedes Jahr wieder vor, endlich mal ein anderes Ziel für meinen Spontanurlaub auszusuchen - vergeblich. Schon wieder keimte in mir dieses Gefühl nach der Langsamkeit, Ruhe, Wärme und dem endlosen Meer auf. Bin ich etwa süchtig? Die Antwort lässt zwar noch immer auf sich warten, aber tagelang schweiften meine Gedanken an der schönen Uferpromenade von Dahab entlang und kehrten in mein geliebtes Sea Bride - ein hervorragendes Fischrestaurant - ein. Die Buchung Die Anreise
Der Service an Board war sehr freundlich und ich bekam mal wieder ausreichend Getränke und ein schmackhaftes Abendessen. Das Boardkino fiel bei mir diesmal, zugunsten eines ausgeprägten Nickerchens, aus. Gegen 01:40 (Morgens) landete unser Flieger in Sharm. Doch was war das? Die Busse fuhren uns nicht zum gewohnten alten Terminal! Der neue Terminal 1 war zwischenzeitlich fertig gestellt. Das beeindruckende Gebäude braucht sich absolut nicht hinter anderen Flughäfen zu verstecken; auch nicht mit dem Angebot an Shops und Restaurants. Da ich mit Tina noch ein paar besondere Tauchgänge vereinbart hatte, ging ich noch schnell zur Bank und kaufte mir die Marken für das große Visum. Markus und Manu hatten es da leichter, da sie bereits auf der Einreisekarte „Sinai only“ angegeben hatten; sie brauchten also keine Marken mehr kaufen. Wenige Minuten später waren alle Formalitäten erledigt und auch unser Gepäck ließ nicht lange auf sich warten. Hmmm, wo war nur das gewohnte Chaos und die ägyptische Langsamkeit geblieben? Am Ausgang wartete bereits der von Tina bestellte Fahrer mit einem großen Schild auf uns. Er bat uns um etwas Geduld und holte das Auto. In wenigen Minuten war unser Gepäck verladen und wir befanden uns auf der Straße nach Dahab. Die ägyptische Klimaanlage (offene Fenster) bereitete uns auf die zu erwartenden Tagestemperaturen vor, der Sternenhimmel zeigte sich von seiner besten Seite UND wir durften die üblichen Lichtspielchen der Ägypter beim Autofahren erleben. Welcome again ;-) Nach rund 50 Minuten trafen wir bei den Dahab Divers ein. Ein zuvorkommender Mitarbeiter begrüßte uns, führte uns auf die hübschen Zimmer und teilte uns mit, wo wir ab 8 Uhr unser Frühstück bekommen könnten. Nach einem kleinen Gute-Nacht-Schluck ging es gleich ins Bett. Das Hotel/die Tauchbasis
Pünktlich um 10:00 Uhr - wie herrlich, wenn man sich im Urlaub keinen Wecker stellen muss - bogen Tina und Walter um die Ecke und begrüßten uns. Obwohl wir bei den Dahab-Divers untergekommen waren, tauchten wir mit dem Divepoint-Dahab, also mit Tina und Walter. Doch dazu gleich mehr. Divepoint Dahab Wer glaubt, er würde in und um Dahab schon alle Tauchplätze kennen, der irrt übrigens gewaltig. Glaubt mir, die zwei kennen Routen und Tauchplätze, da blieb mein Mund eine ganze Zeit vor lauter Staunen offen. Selbst das Blue Hole schaut gegen diese Tauchplätze ziemlich alt aus. Entschuldigt bitte, aber es muss gesagt werden: Geil! Geil! Geil! Es ist schön, dass es noch so eine Tauchbasis gibt. Danke Tina, danke Walter!
Leider hatten wir auch diesmal wieder ein Erlebnis der dritten Art. An meinem letzten Tauchtag wünschte ich mir nochmals einen Tauchgang im Blue Hole und in einem speziellen Canyon. Bereits auf der Fahrt in Richtung Blue Hole fielen uns an diesem Tag die außerordentlich vielen Kamele auf. Natürlich kannten wir deren Bedeutung. An bestimmten Tagen wird in Sharm el Sheikh ein Schnorchelausflug mit Kamelritt zum Blue Hole angeboten. Für rund 99 Euro heizen die Jeeps mit den Touristen die einhundert Kilometer über Stock und Stein bis zum bekannten Tauchplatz Canyon. Dort werden die durchgeschüttelten Touristen in der Gluthitze auf die Wüstenschiffe verladen. Die Kamele trotten, wie an einer Perlenschnur aufgereiht, unter der Begleitung der nun leeren Jeeps und einigen Kameramännern, zum Blue Hole. Quizfrage: Wie viele Jeeps, Kamele und Touristen fahren/reiten an diesen Tagen zum Blue Hole? Die Antwort ist erschreckend. Wir zählten an diesem Tag deutlich über 100 Jeeps mit jeweils 6-7 Touristen. Das macht..... ja, richtig gerechnet.... zwischen 600 und 700 Schnorchler fallen in die Restaurants am Blue Hole ein und werden - wie romantisch - in dieser malerischen Gegend abgefertigt. Erwähnte ich schon, dass es für die Ausflügler ein Buffet mit Wegwerfgeschirr/-besteck gibt? Damit aber noch nicht genug! Ebenso aufgereiht hüpfen die selbsternannten Wassersportler wie die Lemminge an den Bells in das Meer um am Blue Hole, am Ende der Schnorchelroute, wieder aus dem Wasser zu steigen. Eigentlich ein lustiges Bild - eigentlich! Meine Empfehlung Erlebnisse in und um Dahab Kulinarisches Besonders beeindruckt hat mich an den Empfehlungen, dass es sich um Restaurants handelte, die mit den in diesem Land vorhandenen Gewürzen auch umgehen konnten. Ein Feuerwerk des Geschmacks!
Wer übrigens auf sein Dekobierchen nicht verzichten möchte, sollte sich um die Ecke in einen der kleine Liquid-Stores sein Bier besorgen und in das Restaurant mitbringen. In den meisten ägyptischen Restaurants wird kein Alkohol ausgeschenkt; das Mitbringen wird aber meist geduldet. Einfach mal höflich den Ober fragen. Eine Empfehlung ist auch das Blue Beach Restaurant wert. Sofern der Fleischnachschub funktioniert, grillt der deutsche Küchenchef und Metzger die besten Steaks von ganz Ägypten. Keine Angst vor medium, oder gar englisch gegrillten Steaks; hier kann man ohne Gesundheitsgefahr zuschlagen. Wer gerne einen besonderen Abend verbringen möchte, lässt sich einfach einen Tisch auf dem Pooldeck mit Blick über das Meer aufstellen. Marlboromantisch ;-) Als mich einmal der kleine Hunger plagte, schleppte mich Rolli in den kleinen Imbiss "Popeye". Der kleine Laden präsentierte sich mit ungewöhnlichen Gerüchen und einer Innentemperatur, die der einer Biosauna in nichts nachstand. Rolli bemerkte wohl meinen skeptischen Blick, beruhigte mich und empfahl mir den Falafelburger mit knusprigen Acrylamidstäbchen (Pommes). Ich muss gestehen, das große Mahl für kleines Geld war extrem lecker. Pssst! Nicht weitersagen" Ich habe es mir öfters gegönnt! Wer es übrigens süß, scharf und würzig mag, sollte sich das Chicken Portugiese im Eal Garden Star Restaurant nicht engehen lassen. Ein tolles Restaurant für einen Vollmondabend am Meer ;-)
Unsere Gruppe wurde vom Besitzer liebevoll empfangen und persönlich begrüßt. Bereits nach wenigen Minuten tischten die fleißigen Helfer die Vorspeisen auf. Den Adleraugen des netten Personals entging kein einziger Wunsche. Die Vorspeisen waren, ebenso wie die Hauptspeisen, rekordverdächtig gut. Selbst die Kochprofis hätten keinen Ansatz zum verbessern gefunden. Die Einladung in die Beduinen-Siedlung Wadi Connection
Die Fahrt führte uns immer weiter durch die von der Sonne erwärmte Gebirgslandschaft. Die Stimmung war sehr gut, als Charif plötzlich zu Schimpfen begann. Die Motoraufhängung war durch die vielen Fahrten durch die ägyptische Wüstenlandschaft gebrochen. Die Pisten fordern den Autos in dieser Gegend sehr viel ab; umso weniger wunderte es mich, dass mal etwas kaputtgehen kann. Trotz des Schadens setzten wir unsere Fahrt fort. Es wurde zunehmend dunkler und ich glaubte nicht, dass in dieser Höhe noch etwas kommen kann. Doch halt, als wir um die nächste Kurve bogen, eröffnete sich ein riesiges beleuchtetes Wadi. Die Lampen vermittelten eine sehr gemütliche Stimmung und einige Scheinwerfer strahlten die umliegenden Berge an. Wir sahen einige kleine Gebäude und unsere Neugierde führte uns, dem guten Duft folgend, in die Küche zum Besitzer. In dieser Zeit wurden bereits ein Paar Mechaniker mit Ersatzteilen aus Dahab gerufen, um den Jeep wieder flott zu bekommen. Es war ein sehr interessantes Bild, als die zwei Mechaniker und Charif um die geöffnete Motorhabe standen und abwechselnd wild gestikulierten und im nächsten Moment wieder laut lachten. Zwei Stunden später schnurrte der Motor des Jeeps wieder wie ein Kätzchen.
Die Zeit verging wie im Flug und wir wurden zu einem sehr würzigen beduinischen Essen gerufen. Der Abend ging noch sehr lange und der Pool lud uns mehrmals zum Abfrischen ein. Ein einmaliges Erlebnis! Die Rückreise Die ägyptische Klimaanlage lief auf Hochtouren und wir unterhielten uns mit Händen und Füßen. Nach zwanzig Minuten wurde unsere Unterhaltung unterbrochen und eine Kassette mit Gebeten eingelegt. Entgegen den morgendlichen Gesängen aus den krächzenden Lautsprechern in Dahab, klangen diese Gebete richtig gut. Nach rund 45 Minuten trafen wir am neuen Flughafenterminal in Sharm ein. Auch diesmal blieb das erwartete Chaos aus. Der Flug hatte, wie gewohnt, etwas Verspätung und ich nutzte die Zeit für einen ausgiebigen Bummel durch die Geschäfte; anders gesagt, ich nutzte die Zeit um mich noch etwas zu bewegen. Gegen 3 Uhr (Nachts) begann das Boarding und die heiß geliebte LTU-Sardinendose brachte uns gen Heimat. Obwohl ich fast den ganzen Flug verschlief, war der Service - so glaube ich - ganz gut. Naja, ich wurde wenigstens nicht geweckt.
Fazit |








Der (zunächst) schwächelnde Sommer verstärkte Anfang Juni meinen Drang nach Sonne, Wärme und Tauchen. Mein Weg führte mich an einem dieser medium-warmen Tag mit Manu und Markus in den Biergarten. Dort beschlossen wir einen spontanen Tauchurlaub in Dahab einzulegen. Warum Dahab? Daran ist ein toller Urlaub im letzen Jahr und u.a. eine SMS schuld, die ich von einem befreundeten Pärchen aus der Schweiz erhalten hatte.
Nach der Ausweiskontrolle und einer kurzen Sichtkontrolle unseres Handgepäckes (meine Hartenberger Tauchlampe war nur gesichert), stöberten wir noch etwas durch den Duty Free Shop. Mit kurzer Verspätung ging es an Board unserer Sardinendose. Im Zeitalter der Gewinnmaximierung und des Naturschutzes wurden von der LTU die Abstände zwischen den Sitzreihen dermaßen gering gehalten, dass jeder Passagier über 1,70 Körpergröße echte Probleme hatte. Tja, die Umwelt muss uns das halt wert sein!
Die Tauchbasis der Dahab-Divers verfügte über einen schönen Schulungsraum, einen neuen Bauer Kompressor, einen großen Bereich zum Aufhängen des Equipments, die üblichen Becken zum Equipmentwaschen und ausreichend viele Schließfächer. Alles sehr gepflegt! Die Pressluftflaschen waren stets auf 200bar (kalt, sofern man das bei Außentemperaturen über 48°C im Schatten überhaupt behaupten kann) gefüllt. Die Luft schmeckte stets gut.
kümmerten sich um alle kleinen und großen Wehwehchen. Egal ob es sich um ein Ersatzteil fürs Equipment, kleine Reparaturarbeiten, spezielle Gaswünsche, besondere Flaschengrößen, einen Restaurant-Tipp, oder einen benötigten Arzt (Insider: wenn's hinten weh tut, soll man vorne....) handelte, jedes Anliegen wurde selbstverständlich gelöst. Man sieht den beiden Auswanderern an, dass ihnen noch immer jeder Tauchgang so viel Spaß wie am ersten Tag bereitet. Wer Rudeltauchen sucht, wird es hier nicht finden.
Bevor ich es vergesse, noch eine kleine Info. Bei einem entspannten Tauchgang an den Caves paddelten wir durch das Blauwasser und unser Blick schweifte in die Tiefe. Als ich im Augenwinkel einen großen Schatten sah, traute ich meinen Augen nicht. Da zog doch glatt ein junger Wahlhai an uns vorbei. Mein Buddies warfen mir einen fragenden Blick zu, als ich - so laut wie noch nie - durch meinen Regler brüllte und gleichzeitig ein doppeltes Hai anzeigte. Danach hätte ich eigentlich den Tauchgang abbrechen können; mehr kann man von einem einzigen Tauchgang eigentlich kaum noch erwarten. Wie war das noch..... Geil!
Natürlich zog es uns gleich in den ersten Tagen ins Sea Bride (Fischgroßmarkt und -restaurant). Unsere Gruppe wurde mal wieder mit vielen schmackhaften Vorspeisen und dem nach Wunsch zubereiteten Fischgerichten verwöhnt. Die gute Stimmung sorgte an dem Abend noch für eine spontane Party im ersten Stock des Restaurants. Die moderne Musik wurde lauter und es wurde getanzt was das Zeug hielt.
Wie ihr merkt, fällt es mir wirklich schwer mit dem Thema Essen abzuschließen. Es gibt hier aber auch leckere Restaurants! Also, eines habe ich noch. Es begann mit der harmlosen Frage von Tina, ob mir Ziege oder Hähnchen lieber wäre. Kurzentschlossen antwortete ich: "Ziege". Zwei Tage später ging es am Abend zu Tarbouche.
Doch zu dieser Zeit war mir noch nicht klar, welch schönes Fleckchen die beiden uns mit "Wadi Connection" zeigen wollten. Am Abend fuhren wir mit dem quietsch gelben Jeep von Charif noch zur Saftbar. Dort besorgten wir uns einen Eisblock zum kühlen unserer Getränke und ein paar frisch gepresste Fruchtsäfte. Auf der Fahrt kehrten wir auch noch kurz im Liquid-Store ein und besorgten für unseren Ausflug ein paar Bier.
Die Zeit bis zum Abendessen vertrieben wir uns bei einem Bier und staunten über den großen Süßwasserpool. Um den Swimmingpool zu füllen, müssen mehrere Tanklaster mit Wasser aus der Entsalzungsanlage den Berg hinauf fahren. Die Pumpen für den Pool laufen aufgrund der extrem hohen Außentemperaturen den ganzen Tag. Wir bekamen einige Informationen über die Geschichte des Wadis und die Gäste - u.a. auch Playboy - zu hören.













